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Keratoakanthom

Was ist das Keratoakanthom?

Das Keratoakanthom ist eine gutartige Hautgeschwulst, die wahrscheinlich von den Haarwurzeln ausgeht. Das Keratoakanthom wird auch als “epitheliale Pseudokanzerose” bezeichnet. Das bedeutet, dass es sich um eine gutartige Wachstumsstörung handelt, die klinisch und auch vom Zellaufbau Eigenschaften eines bösartigen Tumors nachahmen kann (z.B. knotiges, tumorartiges Wachstum, Zellatopien und Mitosen). Da das Keratoakanthom genauso wie bösartige Hautveränderungen bevorzugt in lichtexponierten Hautregionen entsteht, fällt dem Arzt oftmals die Unterscheidung zwischen gutartiger Hautveränderung (Keratoakanthom) und bösartiger Hautveränderung (Basaliom oder Plattenepithelkarzinom) sowohl bei der klinischen Untersuchung als auch bei der feingeweblichen Untersuchung schwer. Daher müssen Keratoakanthome in jedem Fall komplett entfernt werden.

Typisch für das Keratoakanthom ist, dass es innerhalb weniger Wochen rasch wächst und es danach häufig zu einem Wachstumsstillstand kommt. Das Keratoakanthom kann sich auch nach einiger Zeit spontan zurückbilden.

 

Wie sieht das Keratoakanthom aus/wie wird die Diagnose gestellt?

Das Keratoakanthom kommt in lichtexponierten Hautarealen (Stirn, Nase, Ohren, Wangen) vor. Es ist meist ein 1-2 cm großer, rötlicher, halbkugeliger Tumor mit einem zentralen Hornpfropf und derber Konsistenz. Es ist meist scharf begrenzt, von regelmäßiger Form und verschieblich auf seiner Unterlage. Da der Tumor für den Arzt oftmals leicht mit einem Plattenepithelkarzinom verwechselt werden kann, sollte das Keratoakanthom entfernt und histologisch untersucht werden.


Wie wird das Keratoakanthom behandelt?

Am häufigsten erfolgt die Behandlung durch eine Operation, bei der die befallene Haut herausgeschnitten (Exzision) und anschließend feingeweblich untersucht wird. In seltenen Fällen kann das Keratoakanthom auch kürettiert und anschließend 3-4 mal in 2-tägigen Abständen mit einer Creme (5-Fluorouracil-Creme) behandelt werden.

 

Was ist nach der Behandlung des Keratoakanthoms wichtig?

Da es sich bei dem Keratoakanthom um einen gutartigen Hauttumor handelt, sind nach der kompletten operativen Entfernung keine anderen Therapien notwendig. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei dem Keratoakanthom um eine gewisse Form des “Lichtschadens” handelt. Es sollten deshalb dennoch regelmäßige Vorstellungen beim Hautarzt erfolgen, um eventuelle andere Hauttumoren frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.